"Kostenlose Rechtsberatung für Alle"
obsiegt vor Gericht

Eine gute Idee läßt sich nicht „illegal“ zum Schweigen bringen.

Diese Erfahrung mußte auch die Hamburger www.Anwalt-Liste.de machen, eine Internet-Disskusions-Gemeinschaft mit deutschlandweit über 1500 Mitglieds-Anwälten.

Als langjähriges Mitglied stellte „MeinGratisAnwalt.de-
Gründer“ Dr. Welf Haeger dort die Idee vor, wohltätig zu sein und kostenlose Rechtsberatung für Alle zu erbringen.

Ohne jede Begründung wurde er deshalb aus der Anwalt-Liste gelöscht und klagte dagegen.

Vor Gericht begründete die Liste den Rauswurf damit, „ dass Haeger den Grundkonsens einer Umsatzerzielungsabsicht gegenüber dem Endkunden negiert habe.

Das Gericht verneinte eine „Pflicht zur Profitgier“ und erklärte die willkürliche „Maulkorb-Erteilung“ für rechtswidrig.

Ein beschämendes Urteil für einen - sogar offiziell von der Hamburger Anwaltskammer ins Leben gerufenen - „Goliath“, der mit Pauken und Trompeten gegen einen „David“ verlor.

Formal wurde die Liste zum Schadensersatz in Höhe von 30,40 Euro verurteilt

Inhaltlich aber bedeutet der Sieg des „Prinzips Kostenlos“ über das „Prinzip Profitstreben“ viel mehr.

Es ist ein Sieg

a) der Toleranz über die Intoleranz
b) der Meinungsfreiheit über die Zensur
c) der Zukunft über den Status Quo

Darüber hinaus hat der Prozess drei zentrale Wahrheiten über die Idee „Kostenlos“ ans Licht gebracht:

1.„Gefährliche Idee“
Zum ersten zeigt der Prozess, dass die Idee dem Anwalts-Establishment Angst macht, weil sie seine Gier nach Reichtum, teuren Autos und Luxus bedroht.

Das Anwalts-Establishment sieht sie als revolutionäre Idee an, die die „Branchen-Spielregeln“ grundlegend verändern kann.

Als Idee, die das kapitalistische Grundprinzip der Profitmaximierung und das Recht eines Unternehmers, Gewinn zu machen, in Frage stellt.

Als Idee, die verhindern könnte, dass die „reichen“ Anwälte immer reicher und die „armen“ Anwälte immer ärmer werden.

2. Bekämpfung mit allen Mitteln
Zu zweiten zeigt der Prozess, dass das Anwalts-Establishment versucht, die Idee mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln zu bekämpfen. Die typischen Mittel zur Abwehr einer unbequemen Idee sind dabei

a) „Maulkorb-Erteilung“
b) „Totschweigen und Ignorieren“
c) Vorschieben rechtlicher Unzulässigkeit
d) „Lächerlichmachen“

3. Siegeszug nicht aufzuhalten
Zum dritten zeigt der Prozess, dass sich die Idee „Kostenlos“ nicht aufhalten läßt.

Genausowenig, wie die „Tante-Emma-
Läden“ die Supermärkte aufhalten konnten. Und genausowenig, wie kostenpflichtige Lexika oder PC-Betriebssysteme ihre Kostenlos-Konkurrenz „Wikipedia“ bzw. „Linux“ aufhalten konnten.

Denn:
„Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Victor Hugo

 

Den Ablauf des Prozesses mit allen Original-Dokumenten finden Sie im folgenden:

breuning-original-klageschrift.pdf   

breuning-original-klageerwiderung.pdf

breuning-original-verhandlungsprotokol-mit-versaeumnisurteil.pdf

breuning-original-einspruch.pdf 

 Termin wird festgelegt auf den 7.8.2012 

breuning-original-widerklage.pdf 

breuning-original-widerklage-erwiderung.pdf 

Schriftsatz von Sagawe 

Verhandlungsprotokol 

Nachgelassener Schriftsatz von Sagawe 

Nachgelassener Schriftsatz von Haeger 1 

Nachgelassener Schriftsatz von Haeger 2

Urteil